“Chef sein in Public” – Live-Tagebuch eines Agentur-Bosses des Todes :)

2021-07-29

Wecker klingelt heute spät – um 8:00.

Doch nicht früh schlafen gegangen sein.
Nachts skizzen zu zukünftigem Showcase-Explainer-Doku-Video zu McGrinsey aufgenommen haben:

Da habe ich jetzt Futter dass ich transkribieren und optimieren kann.

Vanlife -> kurzer Kaffee-Stop im coconat-space.com wo ihr mich regelmäßig treffen könntet -> perfekter Ort für Workation und die richtige Mischung aus Entspannung und hyperaktiven Menschen aus aller Welt.

Jetzt ist es 10:21 und ich bin im Weekly Team-Call mit einem Kunden und trage dazu die Umsatz- und Marketingzahlen aus unserem Reporting bei.

Danach habe ich mir einen relativ terminfreien Tag “freigekämpft” – um aus den hunderten Tasks diejenigen auszuwählen und umzusetzen die aus meiner Sicht die beste Auswirkung auf Client-Experience und McGrinsey-Firmenentwicklung haben werden.

Mich beschäftigt auch die Frage wieviel meiner Gedanken ich extern und intern teile.

Gefühl: externes teilen von Informationen trumpft internes teilen von Informationen.

Warum?

Wenn ich hier meine Gedanken und Aufgaben extern teile kann sie das Team nachvollziehen – und auch alle existierenden Kunden – und alle zukünftigen Kunden – damit erreiche ich direkt alle.

Wenn ich nur intern in unserem internen Slack “das gute Zeug” teile, dann bleibt das eben bei uns im Team.

10:30

Client-Call ist vorbei.
Ich widerstehe dem Impuls meine Inboxen(en) zu checken.
Es ist schwierig den Fokus zu halten – ich habe mir deshalb Merkworte und Mini-Strukturen erschaffen.

Merksätze / Gedanken-Anker:
Stay Asana.
Stay Lucid.
Stay Blog. Stay Public.

Damit erinnere ich mich daran unsere Task Management Tool Asana zu nutzen, unser Flow-Chart-Tool Lucidchart und eben diesen Blog um mich transparent zu halten gegenüber allen Seiten.

Durchaus kompliziert: wir sind jetzt 7 Leute im Team und ich will gerne mit jedem 4h pro Tag in Kontakt sein -> geht aber nicht. Deshalb jetzt mal dieser Ansatz als Steigerung von internem Dauerslackchat – Chat muss trotzdem on top sein:

10:37

SOD / EOD

SOD = Start of Day
EOD = End of Day

Die digitale Form des Standups – das ich als extrem erfolgreiches Kooperationswerkzeug kennengelernt habe.

Standup: alle im Team stehen Morgens 15 Minuten im Kreis und jed hat maximal 1 Minute zu sagen was sie am Vortag versucht hat, was davon geklappt hat und was nicht, und was sie heute vor hat und ob es irgendwelche Blocker gibt.

Im Standup werden keine Themen diskutiert – das wird wenn dann nachgelagert von Einzelpersonen miteinander gemacht – z.B. falls Blocker dies nötig machen.

Zu SOD / EOD habe ich folgendes in unserem SOD / EOD Slack-Chat geteilt:

SOD / EOD per Chat wurde bei mir durch den herausragenden “This Week in Startups”-Podcast reaktiviert – hier die dazugehörige Trigger-Folge:

Wiederholung hilft – und gute Fragen helfen.

SOD Top 3:
Ich packe hier nur die Top-3-Tasks rein die ich auf jeden Fall an dem Tag schaffen will.

Leitfrage für die Auswahl der Top 3:

“Was kann ich heute erreichen dass an Folgetagen alles andere besser machen wird?”

SOD & EOD haben eine weitere mentale Ordnungsfunktion:

  • durch das aktive setzen eines Start- und Endzeitpunktes hat mein Werktag auch viel deutlicher einen Start und ein Ende

Nun, letzteres kann ich noch nicht bestätigen – meine Tage haben einen Start – darüber freue ich mich – aber eigentlich haben sie kein Ende – und darüber freue ich mich auch.

Dafür haben meine Tage viel Termin-Tetris und On/Off mit vielen verschiedenen Kontexten. Das versuche ich zu ändern – und ein Tag wie Heute ist ein Zeugnis davon: bisher nur 2 feste Termine im Kalender – eben ist noch ein Family-Task dazu gekommen, also jetzt 3 feste Termine im Kalender. Mein Ziel ist definitiv ein leerer Kalender – nicht weil ich nix tun will, sondern weil ich sehr viel tun will. Und reines 1:1 und 1:n reden ohne die Inhalte aufzuzeichnen, zu sortieren, zu editieren, zu reviewen und zu optimieren ist aus meiner Sicht Zeitverschwendung bei der Erreichung der relevanten Menschheitsziele.

Menschheitsziele?

Ja, richtig – darauf richte mein gesamtes Sein und Business aus – darauf gehe ich aber in dieser Sekunde nicht tiefer ein – sondern mache jetzt die soeben besungenen SODs hier Public klar und sichtbar, soweit rechtlich möglich UND für mich effizient.

10:51

11:00

Oh, wow – nice – ich habe gerade von Youtube das Transkript des Videos von Gestern extrahiert – so muss ich das Video nicht komplett selber transkribieren, sondern kann die Transkription des NLP von Google nehmen und aufräumen.

Ich kippe das der Länge halber erstmal in ein Google Doc.

Sidenote zu selektiver Wahrnehmung: ich habe seit dem Start dieses Blogposts NICHT in Email oder Direct Messages geschaut – jeder Blick in diese Sektoren führt unweigerlich zu einem ohnehin endlosen Strudel an nicht sofort lösbaren Problemen – deshalb versuche ich den Blick nur sehr selektiv und idealerweise “timeboxed” in dieses System zu lenken.

Hier ist das noch nicht fertig überarbeitete Skript in einem öffentlichen Google Doc:

https://docs.google.com/document/d/1pG1rorPRzriatb1dHVwfDLUrOy9fVkYuIDEtFIM5frU/edit?usp=sharing

Ca. 9 Seiten Text – das wird sicherlich eine Goldmine für meine Selbstanalyse und für die bessere Visionsdarstellung.

Whoa. Das ist krass. Nachts was auf Video aufnehmen, am nächsten Morgen das Transkript haben, sich das Video nochmal anhören und währenddessen das Transkript überarbeiten – das ist ein spannender Self-Review-Prozess.

Das macht mir Spaß – ist aber auf jeden Fall zeitintensiv und ich bin immernoch Prä-SOD 🙂

Also schalte ich mal kurz mein eigenes Video plus Transkript-Doc ab und verschiebe das auf später.

Stay Asana. Stay Lucid. Stay Blog.

Ich entscheide mich jetzt also tatsächlich bewusst für einen Rundflug durch meine Messaging- und Reporting-Systeme und kehre dann mit einem besseren Bild für die aktuelle Lage hierher zurück – es ist jetzt 11:23.

Ihr könnt ja währenddessen Megahits auf Youtube genießen – Ihr Informationsnagetiere 🙂

So – es ist 12:02 – meine SOD sind nicht da – aber ich habe extrem gute Laune – weil ich in den letzten 40 Minuten

a) zu lauter Musik getanzt und Sport gemacht habe
b) auf tiktok und Instagram in allen Formaten gepostet habe

Also – gute Laune trumpft einfach alles. Jede Taskliste. Jede Theorie. Jedes Management-System – alles chancenlos gegen gute Laune und guten Flow.

Wir verkaufen auch FLOW. Und auch GUTE LAUNE.

Sehr wichtig – tatsächlich ein internes, und hiermit auch externes Prinzip bei McGrinsey:
– Die wöchentlichen Calls unserer Kunden mit uns sollen die besten, schönsten, lebendigsten, freundlichsten, lustigsten, gutelaunemachendsten Calls ihrer Woche sein. Schaffen wir nicht immer – aber ziemlich oft. Glaube ich. Was uns zu Kundenfeedbacksystemen bringt – auch wir wollen die Zufriedenheit unserer Kunden noch besser messen.

Für, mit und an unserem Kunden kleinholz.design wollen wir exemplarisch zeigen wie Transparency-Marketing für ein kleines B2C- / D2C-Ecommerce-Unternehmen funktioniert und wirkt – und für den B2B-Case zeigen wir das eben an uns selbst – und was du hier gerade liest ist ein Teil davon – das hier ist sowohl unser Marketing, unsere PR, als auch eine echte Business-Dokumentation, ein Showcase, die Sendung mit der Maus gekreuzt mit Galileo und Höhle der Blöden (Sorry, not sorry, Sorry, maybe sorry, maybe a tiny little bit, maybe bin ich auch ein bissl evil wie wir alle und der kleine Killer muss eben auch ein bissl Auslauf und Spielraum haben, also, bleibt bei Höhle der Blöden).

Ich schau jetzt wirklich in meine Message-Welt und bin dann Back to Report meinem Boss: der Menschheit. 12:11.

12:39
SOD schreiben scheint für mich deutlich besser zu funktionieren wenn ich das in Slack mache – das hat da wenige Sekunden gedauert:

Social Feeds all unserer Kunden auf unseren Webseiten zeigen

Ich will gerne die sozialmediale Vielfalt all unserer Kunden auf unseren Webseiten zeigen.

Ich starte mit den Instagram-Feeds über das WordPress Plugin “Smash Balloon Instagram Feed” in der unbezahlten Version – ich merke schon dass mich stört dass das Feeling der Kanäle aufgrund fehlender Video-Einbindung nicht rüber kommt – und dass eine WordPress-Page vielleicht der falsche Weg ist. Dennoch ein Startpunkt, so wie immer in der Startup-Welt: starten, starten, starten – verbessern, verbessern, verbessern – alles auf Hyperspeed.

Hier erstmal die Instagram-Feeds von ein paar Kunden:
https://mcgrinsey.com/blog/instafeed/

Warum führt Geschwindigkeit automatisch zu erfolgreicheren Firmen?

Firmen produzieren Entscheidungen.

Die erfolgreichsten Firmen produzieren gute Entscheidungen in hoher Geschwindigkeit.

Schlechte Firmen produzieren schlechte Entscheidungen in langsamer Geschwindigkeit.

Wir merken also: um zu den erfolgreichsten Firmen gehören zu können müssen wir so oder so bei hoher Geschwindigkeit landen.

Wir starten also mit hoher Geschwindigkeit.

Nehmen wir an wir starten mit hoher Geschwindigkeit und schlechten Entscheidungen – was passiert dann?

a) Wir lernen nicht und treffen so schnell so viele, so schlechte Entscheidungen, dass die Firma sehr schnell stirbt.
oder
b) Wir lernen und treffen sehr schnell immer besser werdende Entscheidungen, wir steigen in die Liga der erfolgreichsten Firmen auf und produzieren gute Entscheidungen in hoher Geschwindigkeit.

Wir müssen also in jedem Fall lernen.
Wir lernen am schnellsten in dem wir möglichst viele Erkenntnisse möglichst effizient miteinander teilen.
Auch dabei hilft Transparenz ungemein.
Mit diesem Blogpost teile ich mein Denken mit dem gesamten Team, und bekomme sogar noch Feedback von extern (Netzwerk, Freunde, Zufallsbegegnungen).

Ein weiterer Effekt von Geschwindigkeit: Höhere Geschwindigkeit erzwingt bessere Entscheidungen.

Wenn ich schneller Laufe und hinfalle, dann verletze ich mich mehr als wenn ich langsam gehe.

Wenn ich schneller Auto fahre haben kleinere Fehler größere Auswirkungen.

Wenn ich 400 km/h mit einem Motorrad rase – dann entscheidet jede Balanceveränderung über Leben und Tod.

Wenn ich einen Düsenjet fliege muss ich hunderte Parameter und Aspekte im Blick haben (Stichwort OODA-Loop.)

Wenn ich schnell renne kann ich es mir erlauben zu stolpern – aber ich kann es mir nicht mehr erlauben zu fallen.

Bei der Beschleunigung meiner Firma muss ich also schnell lernen, schnell nachzuregeln um ein etwaiges Stolpern schnell auszugleichen.

Geschwindigkeit ist kein Allheilmittel und jede Ein-Wort-Philosophie hat ihre Grenzen.

Trotzdem – wenn ich Unternehmenserfolg auf ein Wort reduzieren müsste, dann würde ich folgendes wählen:

GESCHWINDIGKEIT.

SPEED.

Startup = SPEED UP!

One Up!

Next Level!

Solidarische Landwirtschaft & Family-Tetris

15:40
Rückkehr von einem “kurzen” Ausflug in die Welt des fröhlichen Familien-Tetris und was digitale Papas so “zwischendurch” machen.

a) Essen für die Familie einsammeln
b) Essen zur Familie bringen

Also sehr archaische Tätigkeiten – nur eben heute nicht in “der Wildnis”, sondern eben von A nach B nach C düsend und “Sachen” organisierend.

Wir sind Mitglied in einer lokalen “SoLaWi”, eine der aus meiner Sicht nachhaltigsten Wege an frisches Essen zu kommen – das esse ich auch gerade – in Form eines Office-Nerd-Salates, bestehend aus: Kopfsalat, Petersilie, Tomaten, Bohnen, Knoblauch, drei gewürfelten Brotscheiben, Olivenöl, Salz, Pfeffer, Sojasauce, Chillisauce – umrühren – max. 5 Minuten Zubereitungszeit – fertig ist der All-Inclusive-Snack ohne kochen.

Also, SoLaWi bedeutet beispielhaft:
a) 100 Leute zahlen 100€ pro Monat bzw. 1200€ pro Jahr auf ein Gemeinschaftskonto.
b) Es stehen also 120.000€ zur Verfügung.
c) Mit dieser Summe wirtschaftet nun ein Gärtner auf einen Stück Land.
d) Die gesamte Ernte jeder Woche wird wiederum an die 100 Leute verteilt.

Es gibt über 200 SoLaWi-Gruppen in Deutschland, eine Übersicht gibt es auf der Webseite

solidarische-landwirtschaft.org

15:50 – auf geht’s ins nächste Level.

Bei der lokalen SoLaWi habe ich einen ehemaligen Marketingleiter eines großen Deutschen Lebensmittelkonzerns getroffen und wir haben uns eine Stunde unterhalten – nachdem er in London zufällig in eine Aktion der Extinction Rebellion gestolpert ist, ist er aus der Konzernmarketingwelt ausgestiegen und hat sein gesamtes Leben umgestellt.

Side Note – ich weiss fast nichts über die Extinction Rebellion Bewegung und bin von Hause aus skeptisch – wer Lust hat kläre mich in wenigen Zeilen auf – was ich in der Wikipedia quergelesen habe hat mich nicht begeistert – mir gefällt schon der Name nicht – sicherlich schick als “dystopischer Bandname” – aber tendenziell ineffizient bei der tatsächlichen Problemlösung – well – ich müsste erstmal mehr darüber lesen / lernen – habe meinen Fokus aber eher im “aktiven Ändern” als im “kollektiven Beschwerdemodus”.
Allgemein, und auch für Mutter Erde gilt: die Beschwerdeannahmestelle hat geschlossen. Immer.
Nicht beschweren, sondern handeln.
Nicht warten, sondern machen.

Die Menschheit ist ein Startup und auch hier gilt: Geschwindigkeit first.

Client Call: Adaptonics


16:00

Next client call – i’ll drop in and support the team for a few minutes.

Das war ein sehr bunterhaltsamer Call mit dem Gründer von Adaptonics.com, der ungewöhnliche Kräutertränke von den kanarischen Inseln online verkauft.

Hier ist unser einfaches Ziel eine kleine Verbesserung des Setups pro Woche zu liefern und damit 52 kleine Verbesserungen pro Jahr. Wir haben als Haupt-Zielwert ein bestimmtes Marketingkosten-zu-Umsatz-Verhältnis und versuchen damit möglichst viel zu schaffen. Die Produkte werden in über Amazon in mehreren Ländern und über den eigenen Shopify-Shop vertrieben. Insgesamt ist bei diesem Setup noch an vielen Stellen Platz nach oben und wir nehmen uns einen Hebel nach dem anderen vor. 16:55.

16:56 – eine WhatsApp mit Termin-Update zum Click-Off von Lyngual ist eingetroffen – es ist Zeit für Termintetris – via Slack & WhatsApp Termine mit allen Beteiligten koordinieren. 17:06.

Ein neuer Lead ist in unserem Company-Slack-Channel #lead-tv aufgetaucht – diffus über unser Team indirekt mit uns vernetzt. Vielleicht wird was draus. Mehr will ich hier tatsächlich noch nicht verraten. 17:16.

So, jetzt habe ich das Bedürfnis das Live-Blogging mal kurz zu pausieren – mein Summary gibt’s später – hier an dieser Stelle 🙂

17:35

Heftiges Inboxing.
Finance-Emails / -Invoicing.
Google Workspace Admin-Action -> Team-Mail anlegen.

Zwischendurch muss ich nochmal den Gestern gestarteten Retropie Arcade Automaten testfahren – – – Ergebnis – – – das funktioniert tatsächlich – mein Gehirn macht ein paar Minuten Pause wenn ich ein Videospiel anfasse.

Es gibt mittlerweile eine Kurzversion vom Video heute Nacht 😀

@jamaramji

John verklärt euch die McGrinsey-Marketing-Methode zur Zivilisationsoptimierung. Not 😀

♬ original sound – McGrinsey

Na dann ist ja jetzt alles klar 🙂

Mir fällt auf dass die Dokumentation dessen was ich tue via Blog / Video doch sehr zeitaufwändig ist. D.h. in der Zeit in der ich das hier schreibe kann ich natürlich X andere Sachen machen.

Ich nehme das heute mal als Test-Tag zum Thema Liveblogging und denke nochmal darüber nach.

Ich glaube es ist spannend das ab und zu zu machen – aber nicht dauernd.

Meinungen Welcome.

Wenn ich z.B. in unserem internen Slack schreibe und laut denke, dann bekomme ich jede Menge direktes Feedback vom Team dazu – wenn ich hier schreibe – dann nicht.

Processing…

Client Review: Facebook Ad Performance Analyse für Hoaly-Foods.com

20 Uhr

Ecommerce-Primetime. Jetzt gerade kauft Deutschland online am meisten und besten ein.

Derweil habe ich mir die letzten 45 Minuten sehr genau die Facebook-Werbedaten unseres Kunden hoaly-foods.com angeschaut – die machen einen Haferdrink mit Kurkuma im Stil einer goldenen Milch.

Leider hat Facebook sehr viele Detaildaten zu den Conversions aus den Breakdown-Sections der Reportings entfernt. Dennoch lassen sich noch ein paar wenige, brauchbare Hypothesen aus dem Datenhaufen zusammenzimmern:
a) Instagram Story Ads haben die besten Klickpreise
b) 20-21 Uhr hat die besten Conversion Rates
c) Die Datendecke für a) und b) ist dünn, aber vielversprechender als gar keine Daten.

Naheliegende Hypothese die wir mal testen könnten:
d) Wir setzen mal ein paar Tage unsere Energie ausschließlich auf Instagram Story Ads von 20-21 Uhr und schauen ob wir einen Performance-Unterschied sehen.

20:06 – das war dann jetzt eine knappe Stunde um diese “Hypothese” herzuleiten – am Ende trivial – aber erstmal muss man das Muster im Datenhaufen finden und in eine Hypothese / in eine Testen-und-Lernen-Option verwandeln.
20:08

What’s next?

Tagesreste

Noch einen Rundflug durch alle Slack-Chats von unserer Firma und alle anderen Slack-Accounts von Partner-Firmen gemacht.

Jetzt erstmal Abflug… …und wer weiss… …vielleicht gehe ich ja wirklich mal früh schlafen… … …Ha!

Einen Tag später – Nachtrag 30.07.2021

Das Live-Blogging hat Spaß gemacht.
Aber es kostet zuviel Energie, Aufmerksamkeit und Zeit.
Es verhindert dass ich in tatsächlichen Task-Flow komme.
Die zusätzliche Dokumentation ist einfach zu aufwändig.
Theoretisch müsste man mich dabei beobachten und das mitschreiben, oder ich müsste das Ganze einfach live auf Twitch oder einer ähnlichen Plattform streamen – dafür sind aber gerade mein Rechner und meine Leitung noch zu lahm.
Um meine Gedanken noch effizienter mit Team und Welt teilen zu können bräuchte ich wahrscheinlich mehrere persönliche Assistenten die mein Leben dokumentieren, editieren, posten und verteilen.
Das würde mir sicher mal Spaß machen – erscheint mir aber zum aktuellen Zeitpunkt etwas übertrieben – ich will aber nicht ausschließen dass ich nochmal darauf zurück komme und das zumindest testweise mal durchziehe.

Ich will trotzdem weiterhin viel teilen, aber den ganzen Tag Nonstop-Liveblogging wird nicht das Mittel der Wahl sein. Dann lieber regelmäßige Statusberichte, Retrospektiven, Reviews oder Einzelthemen.

Und natürlich: endlich mal diese wahnwitzige McGrinsey-Vision logisch mit deinem Marketing-Mehrwert-im-Alltag verknüpfen. Also dir und der Welt erläutern warum zum Klickhenker es dir mehr bringt im Marketing mit uns zu kooperieren als mit irgendwelchen anderen Marketing-Agenturen.

Ich probiere es für heute ein letztes Mal in Textform:

Optimierung der menschlichen Zivilisation durch Ausrichtung der Wirtschaft auf das Gemeinwohl.
Die Ausrichtung erreichen wir indem wir Transparency Marketing zum erfolgreichen Marketing-Standard machen.

Disclaimer: Kein Kommunismus. Kein Sozialismus. Kein Kapitalismus. Kein X-ismus. Außer… …Optimismus! 🙂

Einfach nur die Entwicklung ein paar neuer Spielregeln die uns dabei helfen das Spiel des Lebens besser zu spielen.

Vor der Vereinbarung neuer Spielregeln steht aber die Erforschung und Umsetzung der zu Grunde liegenden Prinzipien in der Alltags-Realität des globalen Business-Labors.

Rewind.

Repeat.

Optimierung der menschlichen Zivilisation

Dafür Ausrichtung der Wirtschaft auf das Gemeinwohl.

Dafür Messung der Auswirkung von Firmen auf das Gemeinwohl.

Durch die Messung wird messbare Verbesserung möglich.

Wir begleiten Firmen bei Messung und Verbesserung.

Wir dokumentieren den Prozess live in der Öffentlichkeit.

Das ist Transparency Marketing.

Hypothesen-Stapel:

Transparency Marketing funktioniert besser als jedes andere Marketing.

Die ersten Firmen die auf Transparency Marketing umsteigen erhalten den größten Wirkungsgrad in Form von gesteigerter Aufmerksamkeit für ihre Angebote.

Immer mehr Firmen steigen auf Transparency Marketing um.

Herkömmliches Marketing fängt an alt, gammelig, kaputt und shady auszusehen.

Alle Firmen steigen auf Transparency Marketing um.

Alle Firmen richten sich immer mehr auf das Gemeinwohl aus.

Wir alle haben mehr Spaß und ein noch geileres Leben.

Mission Complete 🙂

Stimme aus dem Hinterkopf: “Joooohn, reiss’ dich mal zusammen und formulier das doch wenigstens ein einziges Mal etwas zurückhaltender!”

Trying:

Wir verbessern die Wirkung eurer Firma auf die Welt und verwandeln die Dokumentation dieses Prozesses in hochgradig wirksames Marketing.

Diese Methode nennen wir Transparency Marketing.

Minimaler Energie-Einsatz, maximale Aufmerksamkeits-Wirkung.

Warum minimaler Energie-Einsatz?
Ihr macht einfach nur eure Firma immer besser. Und dokumentiert das.
Ihr müsst euch nichts extra ausdenken – ihr dokumentiert einfach was ihr macht.
Warum ihr das macht, wie ihr das macht und was ihr darüber denkt.
Ihr müsst keine Maskerade aufrecht halten.
Extrem befreiend, extrem entspannend und extrem effizient.

Warum maximale Aufmerksamkeits-Wirkung?
Transparenz erzeugt Vertrauen. Vertrauen erzeugt begeisterte Kunden.
In einer Welt voller Maskerade fallt ihr mit Offenheit und Ehrlichkeit extrem auf, erzeugt Vertrauen und Begeisterung, erhaltet dadurch freiwillige Weiterempfehlung im echten Alltagsleben und in allen digitalen Netzwerken, und hebelt dadurch die gesammelten Möglichkeiten der modernen Aufmerksamkeits-Wirtschaft zu euren Gunsten, und erhaltet dadurch weitreichende Aufmerksamkeit weit unter dem aktuellen Marktpreis.

Also: auf bald liebe Leser 🙂