Die Vermessung der Weltverbesserung. Wie lässt sich die Wirkung von Social Impact Startups und Organisationen aller Art messen und verbessern?

Ich bin ein Weltverbesserer.

Ich bin ein Weltverbesserer der das Weltverbessern verbessern will.

Und wenn wir die Verbesserung verbessern wollen, dann dürfen wir erstmal lernen wie man die Verbesserung messen kann.

Weltverbesserungsvermesser.

Ich dachte nicht ohne Grund mal daran McGrinsey in die “Besserwisser GmbH” umzubenennen. Ob sich die Besserwisserei auch messen lässt? Das wird ein anderes Experiment zeigen. Jetzt wird erstmal die Weltverbesserungsmessung vollzogen.

Ich bin also eine ganz schlimme Sorte, ein gutmenschelnder Besserwisser mit Weltverbesserungs-Syndrom und Matrix-Messiahs-Komplex.

Nenn’ mich wie du willst, aber gönn’ dir während der folgenden Erkenntnisreise auf jeden Fall Carbon Based Lifeforms im 432Hz-Mix:

Es begann wie so viele wichtige Erkenntnisse am heiligen Ort der Ruhe: auf dem Klo – da liegen nämlich die heiligen Klo-Bibeln – Bücher mit 1-4 Seiten Infosnack-Mini-Kapiteln – eins davon ist Tools of Titans von Tim Ferriss, und das ist eine wahrhaft vielseitige und ungewöhnliche Sammlung – und in eben jener Sammlung habe ich kürzlichst einen guten Impact-Measuring-Nerd gefunden: William MacAskill.

Seine Webseite bringt seine Themen deutlich sauberer auf den Punkt als ich das kann, und gönnt allein schon wegen seinem Junger-Philosophen-Nerd-Flava seine Webseite: WilliamMacAskill.com.

William scheint ein extrem konsequenter Typ zu sein.

Er hat givewell.org aufgebaut – die reviewen und messen die Wirkung von Hilfsorganisationen.

Sehr erfreulich, die haben ihre Reports inklusive Rohdaten und Erläuterung und Berechnung des Modells alle als Google Sheets geteilt:

https://www.givewell.org/how-we-work/our-criteria/cost-effectiveness/cost-effectiveness-models

Interessanter Faktor: Moral Weight.

“Moralisches Gewicht”

Nach einem Modell in deren Spreadsheet bringt die Rettung des Lebens von Kindern die Älter als 5 Jahre sind nur 71% der Moralischen Rettungspunkte die für die Rettungs von Kindern die Jünger sind als 5 Jahre.

CPL heisst ab jetzt nicht mehr Cost per Lead, sondern COST PER LIFE:

Ich bin noch am Anfang des Quellenstudiums – hier ein Original-Spreadsheet im View Only Mode: https://docs.google.com/spreadsheets/d/16XOOB1oWse1ICbF0OVXUYtwWwpvG3mxAAQ6LYAAndQU/edit#gid=1362437801

Nein, der Herr gründet nicht nur 1, 2 oder 3 Initiativen und Organisationen – da brauche ich schon eine Tabelle um überhaupt zu verstehen was Mr. Will & Skill so alles macht. Laut Will hast du 80.000 Stunden Produktivaktivität in deinem Leben – was willst du damit anstellen?

Meine Antwort ist zur Zeit praktischerweise klar: Ich mache McGrinsey und verbreitere das weltweite Dauergrinsen. Grinsewinkel sind auch messbar. Und das Lachen der Welt? Das wäre doch mal was sinnvolles für die ganzen Smartphones: immer wenn du lachst (Spracherkennung kann mittlerweile erkennen wenn du lachst) wird gezählt. Wer lacht gewinnt. Gibt’s eigentlich schon eine Lach-App, also eine App deren einziges Optimierungsziel es ist die Nutzer zu einem Lachanfall zu bringen? Ich vermute diese App würde jede Menge PR kriegen – aber um diese PR-Chance zu nutzen und dauerhaft erfolgreich zu sein, müsste diese App dann eben auch funktionieren. Stichwort: #startupideas #savetheworldwithasmile #nosmileleftbehind #onesmileatatime #asmileadaykeepsthedoctoraway

Weiter mit Mr. Will Wunderskill – er hat mit seinen Teams eine globale Taskliste erstellt und deren Priorisierung räsoniert.

Mein Gott, vergesst meinen Artikel und lest einfach die Webseiten der Projekte von MacAskill durch: sauber gedacht, sauber gemacht.

Z.B. dieser interessante Denkweg: wenn du nicht weisst wie du mit deinen Skills die Welt retten sollst, dann verdiene mit deinen Skills einfach massiv Geld und spende es an effiziente Organisationen mit einer guten Cost-per-Life (CPL). Und dann in einem Nebensatz raushauen dass du als Quant-Trader statistisch zuverlässiger mehr Geld verdienen wirst als ein erfolgreicher Startupgründer.

Billions, ick hör dir trapsen.

Alle MacAskill Projekte:

Effizienter Altruismus, Empathie + Evidenz, was geht hier ab?

Schonmal ein Leben geshoppt?

Bei Schindlers Liste heulen aber dann am Weihnachtsbaum sparen?

Gönn’ doch mal ein Leben.

Jammerzon Prime. Jesus-Commerce. Messiahs-Marketing. One-Click-Live-Saving. Charity-AB-Testing.

Ich bin verwirrt durch soviel Gutheit.

Ich gelobe Sackenlassung und Ausbau der guten Sache: Wir werden das Gute messbar machen und so lange optimieren bis der eines Tages selbstverständliche Weltfrieden erreicht ist.

Dieser Artikel ist bisher nur ein öffentlicher Entwurf – hilf mir ihn zu verbessern und schick mit Feedback mit Hinweisen zum Thema an john@mcgrinsey.com oder kommentiere direkt hier.

Sammelstelle des Datensteinbruchs – to be behauen:
Alle MacAskill-Projekte listen / beschreiben / Datenaspekte und Modelle beleuchten
Gapminder-Daten
UN Daten
Wirtschaftsdaten
Nachhaltigkeitsmessung
Klimamessung
Glücksmessung

Klappentext in the making:
Was will Will? Wie EIN Typ das Weltverbessern verbessert. Seit Will MacAskill heisst CPL “Cost per Life”. Ein Genie an der Grenze von Ökonomie und Altruismus. Ich habe jetzt schon massiv Respekt vor William MacAskill, er scheint Kants kategorischen Imperativ gefressen zu haben, zieht in Sachen Weltverbesserung weit vor und verlegt die Messiahs-Messlatte radikal rational nach oben in Richtung Highscore. Vergesst meine Webseite, besucht seine: williammacaskill.com – gebt mir aber gerne Feedback und Hinweise zu meinem Artikelentwurf zum Thema “Die Messung des Guten” in dem ich Methoden sammeln und sortieren will mit denen zur Zeit versucht wird die Auswirkungen der Handlungen aller Organisationen auf das gesellschaftliche Gesamtglück zu messen:

Jetzt meinem Weltverbesserungsartikel mit deinem Gehirnpartikelstrahler verbessern -> beam’ mir Feedback rüber 🙂

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