Mega-Mind-Roaming mit der McGrinsey Methode.

Ich komme… …mal wieder nicht hinterher.

Alles geht zu schnell, und ich liebe es.

Zuviele Schachbretter gleichzeitig? Geht nicht.

Irgendwo in diesem Zimmer fliegt meine crappy Plastik-Schachtrophäe aus aus meiner Grundschulzeit rum, ich erste Klasse, alle anderen vierte Klasse, ich trotzdem im Finale. So will es die Legende. Und so passt es auch zu meinem aktuellen Gleichnis: Ich spiele Multi-Schach.

Ich spiele Business-Schach. Ungefähr 1000 Partien gleichzeitig. What a party.

Wellen. Zeitfenster. Surfen!

Ich bin Startup-Coach. Habe ich heute mal wieder festgestellt – habe mich aber bisher noch garnicht so genannt und auch nicht so vermarktet – das hat sich auch soeben geändert.

Ich verkaufe wirkungsvolle Unterweisungen zur vollen Entfaltung der eigenen Wirksamkeit. Ich bin Newschool, Trueschool, Hyperschool Guru mit Schmuru-Zertifikat vom Intergott.

Während die Firmen von Villabajo noch schrubben, sind die Firmen von Villarriba schon im siebten Himmel der McGrinsey-Methoden.

Wahnsinn? Ja. Aber bitte mit Methode.

Irgendeine Methode? Nein. Die McGrinsey Methode.

Nicht die Wim Hof Methode, das ist eindeutig zu kalt! Hier gibt’s nur den heissen Scheiss ohne jegliche Einstiegsbarriere.

Keine dummen Umwege auf dem Weg zum Gipfel: barrierefreie Hyperkarriere.

Karriere? Ich weiss nicht mal was das bedeutet. Carrera? Kenne ich aus dem Kinderzimmer – wie auch alle anderen wichtigen Dinge des Lebens.

Infantile Gesellschaft? My Ass. Ich bin Profi-Kind. Ich spiele. Seit Tag 1. Und ich gedenke nicht damit aufzuhören.

Wir leben im Jahr 2020? Lächerlich! Wir leben irgendwo im Jahr 13800000000 nach Urknall – das will ich gefälligst auch auf meinem Kalender sehen. 13,8 Milliarden Jahre Expansion und Evolution. Nix 2000 Jahre – einfach das falsche Denken. Deichkind haben schon recht mit “Denken Sie groß!”. 2000 Jahre ist eindeutig zu kurz und zu klein gedacht. Kinderkalender. Aber keiner für Profikinder.

Also, zurück zur McGrinsey-Methode? Was ist das? Was soll das werden?
Ganz einfach: die Sammlung meiner Tipps für schnellere Umsetzung von Meisterwerken.

Ganz konkret, kein Bullshit, und damit dann auch bald wieder Out-of-Date, da die Werkzeuge der Menschen sich im Hyperzeitalter hyperschnell weiterentwickeln während wir hyperventilierend hinterher hecheln.

Beispiele von McGrinsey-Methoden:

  • Nutze Google Sheets
  • Nutze CMD+Shift und “-” um auf 80% oder weniger zu zoomen um mehr Tabelle auf deinem Bildschirm zu sehen
  • Regle alle Aufgaben deiner Firma in Google Sheets: Aufgabenlisten, Finanzplanung und Controlling, Checklisten, Freigabe-Workflows, HR, Interview-Fragen, Umfragen, Auswertungen
  • Die Menschheit beginnt gerade erst Webtechnologie zu begreifen, Google Sheets ist ein hervorragendes Business-Taschenmesser – alles lässt sich besser regeln als mit Google Sheets, aber mit Google Sheets lässt sich alles schneller starten und skalieren als mit anderen Tools – keine Recherche, keine Gebühren, keine Einstiegshürden, bei Bedarf erweiterbar und Ausbaubar via Google Apps Scripts, Google Data Studio oder Google Big Query, aber zum Start einfach und einfach perfekt
  • Keine Kosten, kein Excel-Schrott mit unsynchronisierten Dateiversionen, keine verlorenen Excel-Dateien und kein Datenverlust durch Systemabstürze
  • Ja, Abhängigkeit von Google, alle Firmendaten lesbar von allen Geheimdiensten die was auf sich halten, aber das ist bei der durchschnittlichen Firma einfach egal – es gilt einfach schneller innovativ zu handeln als überhaupt irgendjemand kopieren kann
  • Ein Original ist immer einen Schritt voraus und fürchtet keine Copycats – je mehr Leute versuchen dich zu kopieren, desto richtiger machst du dein Ding

Das war ein Beispiel für einen McGrinsey-Tipp, es hat angefangen mit einem einfachen Real-Life-Aspekt wie “nutze Google Sheets”, hat sich aber sofort weiterentwickelt zu Ansätzen eines Business-Frameworks und einer Business-Philosophie.

Viel McGrinsey-Meinung, nicht alles 8 mal überdacht und jeproofreaded, einfach rausjeballert – in your Face wie ID Software. Hacking reality like John Carmack:

“I don’t grow older, i level up!”

1UP. 2UP. 100UP. Infinite Lives!

Kurzum: ich habe keinen Plan der in eine Zeile passt.

Ich habe mentale Methoden, Modelle, Konzepte, Aspekte – ich habe Visionen – und ich gehe nicht zum Arzt. Mein Arzt ist die Realität, und sie sagt mir: mach! Mach’ noch mehr von deinen Dingen. Die Welt will geilen Scheiss! Und zwar jede Menge! Jetzigst! Asap-papstigst!

Ich sudel mir mal wieder die sinnlose Cybersauce aus Datenleib, da hilft nur eins, Auftritt von

Keyser Söze!

Die McGrinsey-Methode – zur Zeit noch ein geheimes Google Doc mit allen möglichen Meta-Methoden für erfolgreiches Online Marketing, aber wie all meine Tätigkeiten sich darüber hinaus entwickelnd, nicht nur Online Marketing, sondern umfassende, vollständige, krasse, deepe, hardcore, deepcore, smartcore Unternehmensberatung.

“Ein Smilenstein der Wirtschaftsgeschichte :)”

Investment Punk? Das ich nicht lache. Extrem eindimensional.

Business Punk? Schon eher, zumindest vielfältig.

Anarchokapitalist? Mindestens.

Civilization-Spieler? Definitiv. Darum geht’s hier: Real Life Civilization. Sim Life. Ihr wisst nicht wovon ich rede? Dann googelt mal Sid Meier und seine Game – und dann spielt mal FreeCiv, eine OpenSource-Version des Originals, nicht der neumodische Civilization-Schnickschnack, Nein, das Original oder FreeCiv, sonst nix. Na gut, ich habe für euch gegoogelt: schauet die Klickipedia und staunet den Sid.

BTW: Ich erforsche wieder die Welt der Computerspiele. Die Welt der Games ist weiterhin maximal unterschätzt – oft als Verblödung, Verdummung und stupider Eskapismus verhöhnt, doch vollumfänglch missverstanden in seiner grandiosen Genialität als Hochform menschlicher Kulturmeisterwerke: Weltensimulatoren in denen wir spielerisch Visionen verfeinern können. Absolut fantastisch. Das ist weit jenseits des Buches oder des Films – das Spiel ist die Krönung der Kreativkultur der Menschheit. Der Homo ludens, der spielende Mensch, das sind wir, und das Computerspiel begrenzt das natürliche Spiel eindeutig NICHT. Gute Computerspiele erweitern die menschliche Existenz um ganz neue Dimensionen des Denkens, sie ermöglichen ebenso spielerisches Ausleben tierischer Triebe wie auch den Aufstieg in die höchsten Ebenen der Selbsterkenntnis und Welterkenntnis.

Und das, meine Damen und Herren, war meine Schule: Gute Spiele.

Es gibt gute Spiele, und es gibt beschissene Spiele, letztere jede Menge. Nur Profi-Kinder können entscheiden was gute Spiele sind, es gibt natürlich auch verblödendes Junk-Game-Futter für hilflose Hirne die einzig und allein als endorphinkotzende Geldmaschine optimiert werden um sich an der Dummheit der Dummen zu bereichern – anstatt die Welt durch die Entdummung der Dummen zu befreien. Schändlich schäbige Schufte die diesen Scheiss unters Datenvolk bringen – aber was rege ich mich auf – die Überlegenheit der Genialität wird siegen. Alle ausgestoßenen Genies aller Zeiten sind nicht umsonst gestorben – ihre Ideen haben überlebt und sich kumuliert – und heute – haben wir Zugriff – stehen auf den Schultern von tausenden Riesen des menschlichen Geistes – 700.000 Jahre Evolution des Menschen. Und im Kalender steht immernoch das Jahr 2020. Abartig. Lächerlich. Schrecklich. Alles auf einmal. Es ist klickverdammt nochmal nicht das Jahr 2020, es ist mindestens das Jahr 700.000 seit Mensch, das Jahr 4 Milliarden seit Erde oder das Jahr 13,8 Milliarden seit Urknall.

Was war eigentlich vor dem Urknall?

Deine Firma bestimmt nicht.

Und was kommt nach dem Ende der Sonne in 4 Milliarden Jahren?

Deine Firma bestimmt nicht.

Also packt eure hirnamputierte Startup-Hybris wieder in den Sack aus dem sie entsprungen ist und werft das Taschentuch weg! No time for Heuling! Wayne! Facepalm-Beach! Ihr kriegt die goldene Windel des Jahres und könnt die dann alle mit nach Hause nehmen und den ganzen Tag einscheissen. Word. Der goldene Handschlag ist Geschichte, ab jetzt werden hier nur noch Windeln verteilt ihr weichgekochten Wirtschaftsscheisserchen. Das Wirtschaftswunder ist vorbei, und war auch nie ein Wunder – und ich wundere mich über die geistige Unterentwicklung dieses Landes keinen Millimeter mehr: kollektive Massenpsychose in Xter Generation. Eine Revolution fand hier nie statt – die wurde in Deutschland einfach vergessen – und – sie wird auch nicht stattfinden – denn sie ist verboten! Dann gibt’s gleich auf die Finger! Und Strafaufgaben! Von euren eigenen Eltern!

Achso, ähem, ja, also, die hochwohlgeborene McGrinsey-Methode: We are building den geileren Shyce.

Wellen und Zeitfenster:

“Why Now?”

Hamilton Helmer wurde im 20 Minute VC interviewt und hat ein paar alte Weisheiten zum Besten gegeben: Hier geht’s zum Pod.

Ein wichtiger Punkt den er erwähnt: Er sagt an dass alle Startup-Ideen schon 100 mal da waren und 100 mal gescheitert sind – und fragt deshalb Startup-Gründer nicht mehr “Warum genau diese Idee?”, sondern “Warum jetzt?”, “Warum ist jetzt der richtige Zeitpunkt für diese Idee?”, “Warum ist jetzt das richtige Zeitfenster für diese Idee?”, “Welche äußeren Einflüsse und Faktoren haben den Business-Ozean dahingehend beeinflusst dass sich jetzt ein Wellenberg aus Gelegenheiten aufbaut?”

Und was haben Startups mit Surfen zu tun?

Ist das nur eine Hipster-Hippie-Legende oder ist da was dran?

Da ist natürlich was dran. Da ist ALLES dran.

Als Surfer beobachtest du das Meer. Du kontrollierst das Meer nicht. Du steuerst das Meer nicht. Aber du kannst es beobachten – von einer Klippe, vom Strand, und im Wasser von deinem Brett. Du beobachtest die Wellen in der Bucht genau, du beginnst Muster zu sehen, du beginnst zu verstehen, du gehst ins Wasser, paddelst an die richtige Stelle, du machst dich bereit, dein Brett ist unter dir, dann paddelst du los, und dann reitest du die Welle.

Und da ist alles drin:

  • Das Meer = Alle Märkte der Welt
  • Dein Surfbrett = deine Firma
  • Die Welle = dein Marktsegment
  • Du = Du

Hier gibt es nur 2 Dinge die du selber beeinflussen kannst:

  • Dein Surfbrett und dich.
  • Deine Firma und dich.
  • Du kannst dein Surfbrett passend zur Welle wählen – ein Longboard, ein kurzes Board, ein schweres, ein leichtes, eins mit viel Auftrieb, eins mit wenig, mit zwei Finnen oder mit drei, mit Wax oder ohne, mit Sicherungsschnur oder ohne.
  • Du kannst deine Firma passend zur Welle wählen – bzw. gestalten – du bist selber der Surfbrett-Bauer, du baust dir dein eigenes Surfbrett, pasend zur Welle
  • Du bist also jetzt Surfer, genauer Beobachter, Spürer des Meeres und Seher der Wellen, und Erschaffer des Boards – du erschaffst ein neues Board, angepasst auf eine ganz bestimmte Art von Welle – und dann schaust du auf’s Meer – und gehst surfen.
  • Du paddelst deine Firma auf’s Wasser hinaus.
  • Du sitzt auf deiner Firma, deine Füße im Wasser, deine Hände, deine Arme, dein Körper der Sensor für das Meer, für alle Märkte, und dann, spürst du es, die Veränderung, der Sog, da geht was, da baut sich was auf, du hast richtig beobachtet, du bist an der richtigen Stelle, das wird ein richtig großes Ding, und jetzt paddelst du dein Bord an, du steuerst nach, mit deinem Körper, mit jeder Bewegung bringst du dein Bord in die bestmögliche Position, und dann führst du die richtigen Bewegungen aus, wie du sie kennst, denn du bist ein Surfer, du hast geübt, du surfst nicht das erste Mal, denn so eine Welle, die surfst du nur einmal, und entweder du bleibst auf dem Brett, oder du fällst, und wenn du noch nie surfen warst, dann fällst du.
  • Es lohnt sich also zu üben wenn du große Wellen reiten willst.
  • Aber der wichtigste Punkt an diesem Gleichnis: du steuerst weder das Meer noch die Wellen. Und das selbe gilt auch für dein Business: Du suchst eine einzigartige Welle, und dann hast du sie gefunden, aber dann sei dir auch der Tatsache bewusst dass es sie nur einmal gibt, nur jetzt, und wenn du den Sog spürst, dann paddel um dein Leben und reite das Ding – bis zum Strand. Und erzählt mir jetzt nix von Work-Life-Balance – hier geht es um Surf-Balance – kein Surfer steigt während des Surfens ab, geht nach Hause und kommt Morgen wieder zur selben Welle zurück – die Welle ist Morgen weg – es gibt sie nicht mehr – es gibt nur jetzt – es gibt jede Welle nur einmal – jedes Marktsegment wird nur einmal grandios gesurft, und dann ist es ge-ownt, dann gehört es dir, oder jemand anderem – und ja mit einem Motorboot oder Flugzeugträger kann dir jeder Konzern in deinen Pool pissen, aber du bist ein Startup, du bist ein Surfboard auf der Suche nach einer Welle, du bist kein Flugzeugträger, also benimm dich auch nicht wie einer. Schau dir die Wellen an, paddel ungefähr in die richtige Richtung raus, bring dein Board in Position, warte, spüre den Markt, bereite dich vor, und wenn du den Sog spürst, dann geht’s los.

Warum ich das schreibe? Weil wir alle immer wieder vergessen dass Startups nicht nur erfolgreich sind weil geniale Gründer und Teams Tag und Nacht am Werk sind, sondern weil sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. Weil sie den richtigen Zeitpunkt erwischt haben und ein ausreichend adäquates MVP-Surfboard auf die richtige Stelle im Ozean gepaddelt haben um bei auftretendem Marktsog mehr Kraft zu entwickeln als ihnen alleine jemals möglich wäre, erst wenn die Kraft des Marktmeeres sich durch gestapelte Trendströmungen zu einer Megawelle auftürmt, erst dann können normale Startups zu Superstartups werden.

Soviel zur McGrinsey-Methode: es gibt sie nicht. Noch nicht. Aber sie durchströmt mich, ich kann sie nicht greifen, ich bin sie, ich kann sie anwenden, aber ich kann sie noch nicht kommunizieren. Es sind einerseits irgendwelche Workflow-Details und Tool-Hinweise, es sind aber vorallendingen auch Denkweisen.

Denkweise.

Wow, soviel besser als “Mental Models”. Evtl. auch besser als Methoden.

Die McGrinsey Denkweisen.

Naja, Denkweise alleinstehend ist cool, aber McGrinsey Methode hört sich allein wegen der Alliteration schon besser an, egal ob es mehr Sinn macht – – – aber bei einer solch relevanten Entscheidung wie der Benennung meiner eigenen Denkweise, dürfte es gerne auch Sinn machen.

Tja, Pech gehabt, macht keinen Sinn, aber, leider geil: The McGrinsey Method.

“Meeeeeeeega, eine Millionen Mal sehr geil.”

Ende der Durchsage.

#EOF

1 thought on “Mega-Mind-Roaming mit der McGrinsey Methode.”

  1. For the record: i completely forgot what i initially wanted to write about: RoamResearch.com and Infinitymaps.io – coming soon in another universe!

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *