Künstlich erzeugtA2A Protocol: Google baute die Sprache und gab sie ab
Ein Agent findet den anderen über eine JSON-Karte. Die Karte gehört seit dem 17. August 2026 nicht mehr Google allein.
Das A2A Protocol ist die offene Absprache, mit der ein KI-Agent einen anderen findet, ihm eine Aufgabe gibt und ein Ergebnis zurücknimmt, auch wenn die beiden aus verschiedenen Firmen und Frameworks stammen. Google hat es am 9. April 2025 vorgestellt. Der erste Commit im Repository liegt davor, am 25. März 2025. Am 23. Juni 2025 ging das Projekt an die Linux Foundation. Am 17. August 2026 zog es in die Agentic AI Foundation.
Der eine stellt die Aufgabe. Der andere besitzt die Bedeutung der Antwort.
A2A trennt zwei Rollen. Der Client-Agent formuliert die Aufgabe. Der Remote-Agent arbeitet sie ab. Vor dem ersten Satz lesen sich die beiden eine Agent Card, ein JSON-Dokument, in dem ein Agent seine Fähigkeiten öffentlich hinstellt. Der Client sucht sich daraus den Partner, der die Aufgabe kann, und spricht ihn über das Protokoll an.
Die Einheit der Arbeit ist ein Task. Er kann in einem Zug fertig sein oder Stunden dauern, mit einem Menschen in der Schleife. Zwischendurch gehen Status, Nachrichten und Artefakte hin und her. Eine Nachricht besteht aus Parts, fertigen Inhaltsstücken mit Typ: Text, Bild, Audio, Video, ein Formular. Die beiden verhandeln, was die Oberfläche des Menschen überhaupt zeigen kann.
Darunter liegen Standards, die Betriebe schon kennen: HTTP, Server-Sent Events, JSON-RPC. Authentifizierung sollte zur OpenAPI-Familie passen. Lange Läufe sind ausdrücklich dabei, nicht nur der kurze Chat. Google hat das am Start als Ergänzung zu Anthropics Model Context Protocol beschrieben. MCP verbindet ein Modell mit Werkzeug und Daten. A2A verbindet einen Agenten mit einem anderen Agenten. Wer die Bedeutung der Antwort besitzt, ist beim zweiten der Angerufene.
Vier Namen über dem Google-Text. Dahinter mehr als fünfzig Firmen.
Über dem Beitrag vom 9. April 2025 stehen vier Namen, alle bei Google Cloud. Rao Surapaneni, VP und GM der Business Application Platform. Miku Jha, Director, AI/ML Partner Engineering. Michael Vakoc, Product Manager. Todd Segal, Principal Engineer derselben Plattform. Der Text sagt, die Form komme aus Googles eigener Erfahrung mit großen Multi-Agenten-Systemen bei Kunden. Eine einzelne Erfinder-Anekdote, wer den ersten Entwurf tippte, steht dort nicht.
Mit auf der Liste am ersten Tag: Atlassian, Box, Cohere, Intuit, LangChain, MongoDB, PayPal, Salesforce, SAP, ServiceNow, UKG, Workday, und Dienstleister von Accenture bis Wipro, darunter BCG, Deloitte, McKinsey, PwC. Google zählte mehr als 50 Technologiepartner. Harrison Chase, Mitgründer von LangChain, schrieb in demselben Beitrag, Agenten mit anderen Agenten seien die sehr nahe Zukunft, und LangChain baue an einer gemeinsamen Absprache mit.
Fünf Grundsätze stehen über der Spezifikation. Agenten bleiben Agenten, keine verkleideten Werkzeuge, auch wenn sie Gedächtnis und Kontext nicht teilen. Vorhandene Web-Standards statt eines neuen Transports. Sicherheit in der Größenordnung von Unternehmens-APIs. Aufgaben, die Tage laufen dürfen. Modalitäten jenseits von Text.
Am 23. Juni 2025 steht Mike Smith auf der Bühne und gibt das Protokoll ab.
Open Source Summit North America, Denver. Die Linux Foundation nimmt das Agent2Agent-Projekt auf. Google hatte es im April gestartet. Zum Übergabetag nennt die Stiftung mehr als 100 Technologieunternehmen als Unterstützer. Mike Smith, Staff Software Engineer bei Google, erklärt auf der Bühne den Stand: Erweiterungen an der Spezifikation, und die Arbeit an eindeutigen Identitäten für Agenten, damit Steuerung und Sicherheit eine Adresse haben. Den Auftritt hält der Google-Open-Source-Blog zum Jahrestag fest, geschrieben von Patricia Cruz am 16. April 2026. Den Beruf nennt Steven Vaughan-Nichols am 8. Juli 2025.
Jim Zemlin, Executive Director der Linux Foundation, sagt an dem Tag den Satz, den die Stiftung danach wiederholt: Der Beitritt sichere Neutralität, Zusammenarbeit und Governance für die nächste Produktivität zwischen Agenten. Rao Surapaneni antwortet von Google Cloud aus: ein offener Standard, damit Agenten über Plattformen hinweg zusammenarbeiten, unter einer Steuerung, der die Industrie traut.
Die Gründungsrunde des Linux-Foundation-Projekts ist benannt. Amazon Web Services, Cisco, Google, Microsoft, Salesforce, SAP, ServiceNow. Dazu Stimmen mit Amt: Swami Sivasubramanian für AWS, Vijoy Pandey für Outshift by Cisco, Gary Lerhaupt für Salesforce, Walter Sun für SAP, Yina Arenas für Microsoft Azure AI Foundry, Joe Davis für ServiceNow. Das ist die politische Form eines Protokolls. Wettbewerber unterschreiben dieselbe Pressemitteilung, weil keiner das Adressbuch der Agenten allein besitzen will.
Die Linux Foundation ist das Haus. A2A war sechs Monate lang nur ein Projekt darin.
Die Linux Foundation beschreibt sich als den Ort, an dem offene Software, Hardware, Standards und Daten gemeinsam weitergebaut werden. In ihrer eigenen Liste stehen Linux, Kubernetes, Node.js, PyTorch, OpenSSF. Der Witz der Adresse ist alt: Wer die Spezifikation einer Firma überlässt, erbt deren Fahrplan. Wer sie einer neutralen Stelle übergibt, kann mit dem Konkurrenten an derselben Datei arbeiten, ohne ihm die Marke zu schenken.
A2A kam am 23. Juni 2025 als eigenes Projekt unter dieses Dach. Die Agentic AI Foundation gab es da noch nicht. Die wurde am 9. Dezember 2025 gegründet, als Directed Fund unter derselben Stiftung, mit MCP, goose und AGENTS.md als Startprojekten. A2A zog erst am 17. August 2026 in diese Liste. Bis dahin galt die Governance des einzelnen Linux-Foundation-Projekts. Danach gilt zusätzlich der Haushalt und das Board des Fonds, während die technische Richtung beim Projekt bleibt. Wie das Board, das Technical Committee und die Arbeitsgruppen sitzen, steht im Stück über die Foundation.
März 2026: die erste Fassung, die Google stabil nennt.
Zum ersten Geburtstag schreibt Google, im März 2026 sei A2A Protocol v1.0 erschienen, die erste stabile Fassung für den produktiven Betrieb. Dieselbe Seite zählt nach zwölf Monaten mehr als 100 Firmen in der Koalition. Die Projektseite der Agentic AI Foundation, Stand der Abfrage hier, zeigt 5.540 GitHub-Sterne, 1.225 Beitragende, 238 beitragende Organisationen, 724 Forks, ersten Commit am 25. März 2025. Der Text zum Einzug am 17. August 2026 spricht von mehr als 150 Partnerorganisationen.
Produktionsberichte sind einzelne Stimmen, keine Volkszählung. Eon beschreibt am 26. August 2026 einen Assistenten, bei dem drei Spezialisten hinter A2A gezogen wurden, statt für jeden einen eigenen RPC-Vertrag zu schreiben. Die Fähigkeiten kommen als Daten zur Laufzeit. Identität, Herkunft und eine eigene DataContext-Erweiterung haben sie daneben gebaut. Die Frage, ob sie es wieder täten, beantworten sie mit ja. Das ist ein Betrieb, nicht die Branche.
Was fest ist, was eine Firma über sich sagt.
| Aussage | Korb | Woher |
|---|---|---|
| A2A ist ein offenes Protokoll, damit Agenten einander finden, Aufgaben delegieren und Ergebnisse tauschen. | Fakt | Google Developers Blog, 9. April 2025. Linux Foundation, 23. Juni 2025. |
| Erster Commit 25. März 2025. Öffentliche Vorstellung 9. April 2025, mehr als 50 Partner. | Fakt | AAIF-Projektseite (erster Commit). Google-Blog (Datum und Partnerzahl). |
| Autoren des Startbeitrags: Rao Surapaneni, Miku Jha, Michael Vakoc, Todd Segal. | Fakt | Byline, Google Developers Blog, 9. April 2025. |
| 23. Juni 2025, Denver: Spende an die Linux Foundation. Gründungsmitglieder AWS, Cisco, Google, Microsoft, Salesforce, SAP, ServiceNow. Mehr als 100 Firmen. | Fakt | Pressemitteilung der Linux Foundation, 23. Juni 2025. |
| Mike Smith, Staff Software Engineer bei Google, stellte den Stand auf dem Summit vor. | Fakt | ZDNet, 8. Juli 2025. Google Open Source Blog, 16. April 2026. |
| v1.0 im März 2026, von Google als erste stabile Fassung bezeichnet. | Fakt, als Aussage von Google | Patricia Cruz, Google Open Source Blog, 16. April 2026. |
| Einzug in die Agentic AI Foundation am 17. August 2026. Davor eigenes Linux-Foundation-Projekt. | Fakt | AAIF-Blog, 17. August 2026. Gründung der AAIF erst am 9. Dezember 2025. |
| 5.540 Sterne, 1.225 Beitragende, 238 Organisationen, 724 Forks. | Fakt, Momentaufnahme der Projektseite | aaif.io/projects/agent2agent, gelesen am 30. September 2026. |
| Eon betreibt Spezialagenten hinter A2A und würde es wieder tun. | Bericht einer Firma | Rachel Neriya Schifter, AAIF-Blog, 26. August 2026. |
- Google, Start des Protokolls9. April 2025. Vier Autoren, fünf Grundsätze, Agent Card, Task, Artifact, mehr als 50 Partner, Harrison Chase.https://developers.googleblog.com/en/a2a-a-new-era-of-agent-interoperability/
- Linux Foundation, Aufnahme des Projekts23. Juni 2025, Denver. Jim Zemlin, Rao Surapaneni, die sieben Gründungsorganisationen, mehr als 100 Firmen.https://www.linuxfoundation.org/press/linux-foundation-launches-the-agent2agent-protocol-project-to-enable-secure-intelligent-communication-between-ai-agents
- Patricia Cruz, ein Jahr danach16. April 2026. Mike Smith auf der Bühne, v1.0 im März 2026.https://opensource.googleblog.com/2026/04/a-year-of-open-collaboration-celebrating-the-anniversary-of-a2a.html
- Steven Vaughan-Nichols, ZDNet8. Juli 2025. Smith als Staff Software Engineer, Erweiterungen, Identitäten.https://www.zdnet.com/article/linux-foundation-adopts-a2a-protocol-to-help-solve-one-of-ais-most-pressing-challenges/
- AAIF, A2A zieht ein17. August 2026. Mehr als 150 Partner. Agent Card, Delegation, der Platz neben MCP.https://aaif.io/blog/a2a-joins-aaif
- AAIF, ProjektseiteSterne, Beitragende, Organisationen, Forks, erster Commit.https://aaif.io/projects/agent2agent
- Eon im Betrieb26. August 2026. Drei Spezialisten hinter A2A, Identität, eine eigene Erweiterung.https://aaif.io/blog/what-we-learned-putting-a2a-into-production
- Harrison ChaseMitgründer von LangChain. Konto, das zum Zitat im Startbeitrag gehört.https://x.com/hwchase17
- MCP und das Dach, AGENTS.mdDie beiden Nachbarstücke: Foundation und die Datei für Coding-Agenten.https://mcgrinsey.com/magazin/mcp-agentic-ai-foundation/
Schnitt: 30. September 2026. Die Sternzahl ist die der Projektseite an diesem Tag.


