Auf dem Bild ist der obere Teil einer Ananas vor leuchtend gelbem Hintergrund abgebildet.

Culture Hacking

Hacks sind mehr oder weniger kleine Handlungen, um Probleme zu lösen, Institutionen empfindlich zu stören, Systeme aus der Balance zu bringen und sie damit aufzufordern, sich neuerlich einzuloten, unproduktives Chaos kreativ zu ordnen oder unproduktive Ordnung in innovatives Chaos zu versetzten - bestehende Probleme zu lösen, bestehende Lösungen zu problematisieren und im Sinne des Guten Entwicklung voranzutreiben.

Der Begriff Organisationsentwicklung ist sperrig. Er hat auch wenig Flow. Aber viel wichtiger: mich interessieren bestimmte Teilaspekte von Organisationsentwicklung ganz besonders und das möchte ich gern klar, verständlich und ohne Umstände ausdrücken.

Probieren wir es doch mal mit der Bezeichnung:

Culture Hacking


Was ist das? Und was könnte es sein?
In der Ausgabe Co-Kreation von Neue Narrative stieß ich letztens auf den Begriff. (Vielen Dank für den Artikel, Emma Marx! Auch insgesamt ist NN ein Printmagazin, dessen Abo sich lohnt.)

Beim Hacking werden etablierte Mittel zweckentfremdet, um unkonventionell Alltagsprobleme zu lösen und/oder den Status Quo ins Wanken zu bringen. Durch kleine Impulse wird Schritt für Schritt das Gesamtsystem verändert. Cultural Hacking zielt auf die Veränderung der gesamten Organisationskultur ab. Wir backen also die großen Brötchen. Wir wollen auch viel erreichen.

Aktivistische Kunst und die Methoden des Cultural Hacking haben einiges gemeinsam: Verfremdung, Umkehrung, De- und Rekontextualisierung - Endnormalisierung. Es wird das Setting des Gewohnten und Gewollten aufgebrochen.

Mitarbeiter*innen können Organisationen von innen als Expert*innen für benötigte Veränderung hacken (Bsp. Siemens Energy).

Consultants können Organisationen durch einen unverstellten Blick, Unvoreingenommenheit, Mut und Sensibilität als Expert*innen von außen hacken und dabei unterstützen, eine neue Balance zu finden.

Organisationsentwicklung

Gesine · 29.08.2022 - 10:41 Uhr
Zuletzt editiert: 06.09.2022 - 12:23 Uhr

Geschrieben von:

Gesine Michel

Gesine Michel

Lesezeit: 2 min

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