Google Ads Brand Bidding Battle

Nanu, du gibst deinen Unternehmensnamen bei Google ein und da taucht an erster Stelle einfach eine Anzeige deiner größten Konkurrenz auf? Und hat auch noch einen frechen Spruch im Anzeigentext stehen wie etwa “Meinen Sie nicht stattdessen XY?” oder “XY ist die bessere Lösung”.

Ein Beispiel:

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Wie kann ich darauf reagieren!?

Es gibt verschiedene Arten darauf zu reagieren, wenn die Konkurrenz auf den eigenen Unternehmensnamen als Keyword bietet.

Wir zeigen im Folgenden verschiedene Optionen, welche man letztendlich wählt ist Geschmackssache 🙂

Den eigenen Markennamen bei Google schützen lassen

Geht über diesen Link: https://services.google.com/inquiry/aw_tmcomplaint

Dann darf die Konkurrenz schonmal nicht mehr deinen Unternehmensnamen in ihren Ads verwenden, wodurch deren Qualitätsfaktor sinkt.

Selbst auf den eigenen Unternehmensnamen bieten

Wer bisher noch nicht auf das eigene Unternehmen als Keyword geboten hat, sollte das spätestens jetzt machen. Sonst besteht die Gefahr, einige Conversions oder Leads an die Konkurrenz zu verlieren.

Dazu setzt man am besten eine eigene Brand Kampagne auf. Keine Sorge, die Klickpreise werden sehr günstig sein, da man offensichtlich das am besten passende Ergebnis zur Suche ist. Google merkt das und wird in den meisten Fällen die Anzeige des gesuchten Unternehmens ganz oben platzieren, um den Nutzern das zu zeigen, nach dem sie eben suchen.

Das funktioniert aber nur, wenn man Anzeigen schaltet. Ein organisches Suchergebnis reicht dafür nicht aus.

Geld regiert die Welt

In einigen Fällen wird trotzdem die Anzeige der Konkurrenz über der eigenen stehen. Was kann man nun tun?

Wenn man unbedingt in jedem Fall an oberster Stelle der Suchergebnisse stehen will, gibt es dafür eine eigene Gebotsstrategie in Google Ads. Mit dem Target Impression Share kann man festlegen, in wie viel Prozent der passenden Suchanfragen man an einer bestimmten Position in den Suchergebnissen auftauchen möchte.

Man kann also für die Brand Kampagne folgende Gebotsstrategie festlegen:

  • Target Impression Share 100% für die Absolute Top of result Page Position.

  • Kein Maximum CPC

  • und ein seeehr großzügiges Kampagnenbudget Das sieht dann so aus: pasted image 0 (1).png

Reagieren – die Situation clever für sich nutzen

Man kann so einen Angriff der Konkurrenz auch einfach nutzen, um Sympathiepunkte zu sammeln.

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Wenn die Konkurrenz behauptet besser zu sein, schreibt man eben im Anzeigentext warum sie es nicht sind.

Es gibt tausend Wege frech & clever auf so eine Anzeige zu reagieren, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Nur darf man nicht den anderen Markenname in der Anzeige verwenden!

Tobt euch aus, seid kreativ & frech, dann gibts auch noch super viel Aufmerksamkeit on Top 😉

Gegenangriff - Let the Battle begin

Und natürlich kann man auch einen Gegenangriff starten und auf den Markennamen der Konkurrenz mitbieten. Achtung: Niemals fremde Markennamen in den Anzeigentext schreiben!

Aber: Auf fremde Markennamen als Keywords bieten ist erlaubt.

So kann man sich verlorene Leads bzw. Conversions “zurückklauen”. Und vielleicht merkt die Konkurrenz selbst wie nervig das ist und gibt auf.

Oder es folgt ein spannender Schlagabtausch, den man wiederum dokumentieren und beispielsweise auf den eigenen Social Media Kanälen mit Hilfe von Storytelling aufbereiten kann.

Friedensverhandlungen führen - Peace out

Wer ein friedliches Gemüt hat kann auch einfach bei der Konkurrenz anrufen und einen Deal anbieten. Am besten sprechen direkt die CEOs oder CMOs miteinander. Dadurch hat man zwar weniger Spaß beim Brand-Bidding-Battle und verliert die Chance, selbst der Konkurrenz Leads bzw. Conversions zu klauen. Andererseits spart man sich auch Geld und Zeit.

Wenn die Konkurrenz keinen Frieden will? Dann kann man daraus wiederum eine eigene Anzeige oder einen Social Media Post machen, einen Blogpost veröffentlichen und eine klassischen Gut gegen Böse Geschichte daraus basteln.

🙂

GoogleAds

Chrissi · 27.04.2022 - 14:08 Uhr
Zuletzt editiert: 14.07.2022 - 10:23 Uhr

Geschrieben von:

Christina Hertel

Christina Hertel

Lesezeit: 4 min

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