Huddle gefällig?

Bald schon ein halbes Jahr MCG und eine völlig neue Welt.

Von der Crew habe ich bisher ein einziges Mitglied in real life gesehen. Das war schon komisch, als die Stimme, die sonst aus einem viereckigen Bildschirm zu mir gesprochen hat, plötzlich in Persona neben mir saß. Da habe ich mich des Öfteren dabei ertappt zweimal hinzuschauen, ob das auch echt ein realer Mensch ist (ganz zu schweigen von dem Impuls, ihn immer wieder mit dem Finger anzutippen, wer weiß, am Ende ists doch nur ein Hologramm…). 100% remote und virtuell zu arbeiten heißt eben auch 0% face-to-face Begegnungen zu haben. Das Ganze ist aber weniger komisch als man meint. Tatsächlich habe ich überhaupt gar nicht das Gefühl, meine Crewmitglieder nicht zu kennen oder noch nie gesehen zu haben. Im Gegenteil. Wir nutzen die Möglichkeiten der digitalen Welt und ich finde, das sollte weiter verbreitet sein. So viele unnötige Kilometer, die im Auto zurückgelegt werden, nur um einem Meeting beizuwohnen, bei dem sowieso nur unsere visuellen und auditiven Fähigkeiten genutzt werden! Das kann das 21. Jahrhundert locker digital kompensieren. Und die Stange an Tools die wir nutzen ist echt noch beschränkt. Da gäbe es noch so viel mehr Möglichkeiten.

Ein Einblick in den neuen Alltag, den ich immer gern erzähle, wenn ich gefragt werde, ob ich mich nicht manchmal einsam fühle (was ich, nebenbei gesagt, wirklich nicht tue):

Slack, unser Kommunikationstool Nr. 1, hat diesen Herbst eine neue Funktion herausgebracht, die wir gut und gerne nutzen: der “Huddle”. Ich beschreibe das immer gerne als eine Art virtuelles Kaffeezimmer, in das man eintreten kann. Oder auch virtuelles Büro. Wenn ich einem Huddle beitrete, dann ist das ein bisschen so, als würde ich meine Bürotür öffnen und damit signalisieren: ich bin da und ich bin ansprechbar. Wer mag, kann dazukommen und prompt entsteht das Gefühl, man säße nebeneinander im Büro, während man still vor sich hinarbeitet. Silent coworking praktisch. Gut, diese Form des Arbeitens ist nicht für jeden. Manche Menschen reden einfach zu gerne… 🙂 Und so kann ein Huddle auch mal zu einer Kaffeepause werden. Man riecht zwar nur den eigenen Kaffee, der dampfend vor einem auf dem Tisch steht, aber der andere Kaffee im fernen Berlin oder München, riecht sicher ganz ähnlich. Innerhalb des Huddles kann man ganz unkompliziert den eigenen Bildschirminhalt teilen, wenn man mal eben schnell der anderen Person was zeigen oder erklären will – schon wird aus dem rein auditiven Kanal auch ein visueller. Statt mit dem Finger auf den Bildschirm zeige ich eben mit dem Mauszeiger auf meine Bildschirminhalte.

Da wird sich in den nächsten Jahren noch viel tun. Und ich bin gespannt darauf. Und bis es so weit ist, bin ich gespannt, was ich alleine in den nächsten 6 Monaten noch für Tools kennenlernen werde. Eine Aufzählung der bisherigen könnte glatt ein Blogpost für sich sein.

Nächstes Mal.

Jetzt geh ich erst nochmal in meinen Huddle zurück.

Team Slack

Chris · 27.04.2022 - 13:58 Uhr
Zuletzt editiert: 27.04.2022 - 13:58 Uhr

Geschrieben von:

Chtistiane Amendt

Christiane Amendt

Lesezeit: 3 min

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